Eine Woche vor Schulbeginn traten die Jungen Liberalen Rems-Murr wieder einmal in guter Besetzung in Schorndorf zum Wahlkampf an. Mitsamt den „Quotenfrauen“ begaben wir uns im Rahmen unserer Aktion „Echte Gleichstellung – keine Quote“ auf Stimmenfang. Die Bürgerinnen und Bürger in der Daimlerstadt waren offensichtlich sehr für liberale Politik zu begeistern. Denn die Flyer und das Infomaterial wurden uns so sehr aus den Händen gerissen, dass uns am Ende unsere eigenen JuLi-Werbemittel ausgingen.
In spannenden Diskussionen über Bildung, Chancengleichheit, Familie und die Rolle der Frau entstanden fesselnde Gespräche. Wir Junge Liberale setzen uns im Rahmen unserer Frauenquotenaktion GEGEN eine Frauenquote in Führungspositionen wie Aufsichtsratsgremien und stattdessen FÜR eine echte Emanzipation der Frau ein. Der abfällige Begriff „Quotenfrau“ zeigt deutlich, dass Frauen oftmals nicht aufgrund besserer Fähigkeiten, sondern nur aufgrund der nackten Zahlen Vorteile erhalten.
Dennoch setzen wir uns für eine Verbesserung der Rechte der Frau ein, da diese nach wie vor oftmals im Berufs- und Familienleben benachteiligt werden. Wir fordern deshalb vor allem eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Viele Frauen stehen vor der Frage, ob sie Kinder oder Karriere wollen. In unseren Augen darf diese Frage sich nicht stellen. Dafür brauchen wir einen Ausbau des Betreuungsangebotes für Kinder und die finanzielle Unterstützung von Familien in aktiver (Elterngeld) wie passiver (Steuerfreibeträge) Form. Auf diese Weise wollen wir erreichen, dass die Familien frei darüber entscheiden können, ob ein Elternteil das Kind selbst erzieht oder ob sie einen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen möchten.
Außerdem fordern wir ausdrücklich die finanzielle Gleichstellung der Frauen. Wir setzen uns deshalb nachhaltig dafür ein, dass Frauen für dieselbe Arbeit auch denselben Lohn erhalten müssen. Dies ist in unserer modernen Gesellschaft bedauernswerterweise immer noch nicht der Fall, was wir nicht hinnehmen können.
Mit unserer Frauenquotenaktion wollen wir also einerseits auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Benachteiligung der Frau aufmerksam machen und diese beseitigen und gleichzeitig für eine finanzielle und soziale Besserstellung von Frauen, eine größere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und gegen einen radikalen Feminismus wie durch eine Frauenquote demonstrieren. Eben frei nach dem Motto: „Echte Gleichstellung – keine Quote!“





